Ensemble
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Mit seiner Interpretation des Läppli trägt Patrick Allmandinger das Erbe Alfred
Rassers behutsam und eigenständig weiter. Er haucht der Kultfigur neues Leben ein, ohne ihren Ursprung zu verleugnen, und macht Läppli erneut zu dem, was er immer war: einem Spiegel des Menschlichen. In Allmandingers Spiel wird Läppli zur zeitlosen Figur – verwurzelt in der Tradition und zugleich fest im Hier und Jetzt verankert.
Allmandinger begegnet Rassers Läppli mit Respekt und feinem Gespür. Er übernimmt nicht die Maske, sondern den Geist: die leise Melancholie hinter dem Humor, die Würde im Scheitern, die Menschlichkeit im Unperfekten. So entsteht ein Läppli, der die Überforderung des modernen Lebens ebenso kennt wie die stille Kraft des Durchhaltens.
Mit präziser Mimik, klarer Körpersprache und einem sicheren Sinn für Timing formt Allmandinger aus Slapstick eine Philosophie des Alltags. Das Lachen öffnet den Blick für Mitgefühl, und hinter jedem Missgeschick liegt eine Wahrheit über uns selbst.
Patrick Allmandinger zeigt: Läppli ist keine Figur von gestern. In seiner Darstellung lebt Alfred Rassers Vermächtnis weiter – lebendig, berührend und von zeitloser Aktualität.
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Maja Brunner trägt Musik und Theater im Herzen. Aufgewachsen in einer musikalischen Familie – der Vater Orchesterleiter, die Mutter Italienerin – wurde ihr früh die Liebe zu Klang, Rhythmus und Sprache mitgegeben. Auch während ihrer Ausbildung zur Sekretärin in Zürich blieb die Bühne ihr innerer Sehnsuchtsort. Mit 16 Jahren gründete sie ihre erste Band, und was als jugendliche Leidenschaft begann, wurde zu einer Lebensaufgabe: Über zwanzig Jahre sind seit dem Gewinn des 2. Grand Prix der Volksmusik an der Seite ihres Bruders Carlo vergangen. Ab 1991 fand sie auch im Theater ihre künstlerische Heimat. In Rollen voller Witz, Tiefe und Menschlichkeit – von «Seldwyla 91» über «Die kleine Niederdorfoper» bis hin zu «Floh im Ohr» – zeigte sie ihre große Wandlungsfähigkeit. Parallel dazu prägte sie über 25 Jahre als Radiomoderatorin bei Radio Eviva und SRF Musikwelle die Schweizer Musiklandschaft
und schrieb Liedtexte für Künstler im In- und Ausland.
In «Charleys Tante» glänzte Maja Brunner 2024 und 2025 als Signora Fumagalli – eine Figur voller Temperament, Charme und Herzenswärme. Mit feinem komödiantischem Gespür und überschäumender Spielfreude sorgt sie für Lachen und leuchtende Augen.
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Brigitte Oelke ist eine Bühnenerscheinung, die man nicht vergisst. Die gebürtige Schweizerin zählt zu den großen Stimmen des deutschsprachigen Musicaltheaters und wurde als Killer Queen in We Will Rock You weltbekannt. Persönlich von Roger Taylor, Brian May und Ben Elton ausgewählt, prägte sie diese ikonische Rolle in allen deutschsprachigen Produktionen – von Köln über Zürich und Wien bis Berlin, Basel und München – und setzte damit Massstäbe.
Ihr Repertoire liest sich wie ein musikalisches Who’s who der großen Bühnenwerke. In Haupt- und Titelrollen brillierte sie unter anderem in Evita, Cabaret, West Side Story, Jesus Christ Superstar und Chicago. Sie wirkte in bedeutenden Welturaufführungen mit, darunter Tanz der Vampire (Wien), Mozart!, The Who’s Tommy, Sunset Boulevard sowie der deutschen Erstaufführung von Jekyll & Hyde.
Bei der Weltpremiere von KNIE – Das Circus Musical begeisterte sie als Marie Knie das Schweizer Publikum. Anschließend glänzte sie zwei Jahre lang auf der größten Showbühne der Welt, dem Friedrichstadt-Palast Berlin, als Meneuse de revue in Jean Paul Gaultiers THE ONE Grandshow.
Mit Humor und Spielfreude zeigt sie ihre Vielseitigkeit ebenso in Comedy- und Charakterrollen – eine Künstlerin voller Kraft, Präsenz und Magie.
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Christoph Wettstein ist eine Bühne für sich – leidenschaftlich, vielseitig und zu tiefst menschlich. Nach seiner Ausbildung an der Zürcher Schauspielakademie führte ihn seine Karriere von einer Welttournée mit Up With People zu renommierten Häusern in Berlin, Hamburg und München.
Er spielte in über 80 Produktionen, so die Titelrollen von Clavigo und Jud Süss, Frank n’Furter in The Rocky Horror Show und Wilhelm in The Black Rider.
In Stuttgart sah man ihn bei 42nd Street als Julian Marsh, als Herzog Max in Elisabeth und als Axel in Ich war noch niemals in New York. In Walenstadt begeisterte er als Sesemann in Heidi 1, als C.F.Meyer in Heidi 2, als Dr. Casella in Die Schwarzen Brüder, als Walther Fürst in Tell, als Pickering in My Fair Lady, als Kapitän Smith in Titanic und als Alpöhi in einem ganz neuen Heidi. Zudem glänzte er in den Uraufführungen von Io Senza Te und Oh Läck du mir. Als Dänu rockte er 847 mal Ewigi Liebi. Bei Winnetou II war er furchteinflössend als Häuptling Parranoh, in Die Schweizermacher zog er die Strippen als Bodmer und in Charleys Tante brachte er die Zuschauer als Vogel zum Lachen. Momentan spielt er noch Im Weissen Rössl am Theater Biel und im Sommer sieht man ihn erneut als Brautvater in Reception von Karl’s kühne Gassenschau.
Mit seiner sonoren Stimme ist er zudem ein gefragter Sprecher. Zu seinen Filmcredits zählen Tatort, Sturm der Liebe, Die Rosenheim Cops und Ewigi Liebi.
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Dänu Brüggemann ist ein Schauspieler, der aus der Bewegung lebt. Nicht der geradlinige Weg, sondern das bewusste Wechseln der Perspektiven prägt sein Spiel. Als «Projekt-Hopper» zwischen Musik und Theater hat er früh gelernt, Rollen nicht zu spielen, sondern aus ihnen heraus zu denken. Seine Figuren tragen Rhythmus, Haltung und eine tiefe Aufmerksamkeit für das Menschliche in sich.
Seit der Jahrtausendwende findet Brüggemann im Theater seine eigentliche Heimat. Auf der Bühne verbindet er schauspielerische Präzision mit der Erfahrung des Autors und Komponisten – jede Rolle ist bei ihm durchdrungen von innerem Takt und erzählerischer Klarheit. Der Durchbruch gelang ihm 2007 mit Sünneliblues, in dem er der Berner Blueslegende Chlöisu Friedli eine berührende, fragile Präsenz verlieh. Sein Spiel machte aus der Figur kein Denkmal, sondern einen Menschen.
Ob in ernsten Rollen oder humorvollen Figuren, im Kindertheater oder in grossen Freilichtproduktionen: Brüggemann nähert sich jeder Aufgabe mit Respekt, Neugier und einem feinen Sinn für Zwischentöne. Auch vor der Kamera setzt sich diese Qualität fort. Sein Schauspiel ist eine Einladung, genauer hinzusehen – auf die Brüche, das Scheitern und die leise Würde des Menschseins.
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Luzia Würtenberger versteht Schauspiel als eine Form des Zuhörens. Seit ihrem Abschluss an der Filmschauspielschule Zürich 2024 bewegt sie sich bewusst zwischen den Ebenen des filmischen Erzählens – vor der Kamera ebenso wie hinter ihr. Ihr Weg ist geprägt von der Überzeugung, dass jede Figur aus dem Ganzen entsteht: aus Struktur, Rhythmus und den Menschen, die eine Geschichte tragen.
Beim Spielfilm Cordula erlebte sie diese Verbindung in besonderer Dichte. Als Regieassistentin war sie Teil der kreativen und organisatorischen Prozesse, als Schauspielerin zugleich Teil der Erzählung selbst. In diesem Wechselspiel lernte sie, dass Präsenz nicht nur gespielt, sondern erarbeitet wird – durch Aufmerksamkeit, Verantwortung und Hingabe. Auch weitere Filmprojekte vertieften diesen ganzheitlichen Blick auf das Medium.
Ein internationales Casting führte sie 2025 bis nach Hollywood, wo sie in den Universal Studios eine Agentur überzeugte, die sie seither in den USA und Europa vertritt. In der Schweiz wird sie von Caroline Wloka begleitet. Parallel arbeitet Luzia als Casterin für Film- und Fernsehformate des SRF. Ihr künstlerischer Weg folgt keiner geraden Linie, sondern einer inneren Logik: der Suche nach Wahrheit im Spiel – und nach dem Menschlichen hinter jeder Rolle.
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Jan Bodinus steht für ein Theater, das Tradition ernst nimmt und sie zugleich lustvoll hinterfragt. Der gebürtige Berliner mit Schweizer Wurzeln studierte an der Westfälischen Schauspielschule Bochum und prägte vier Jahre lang als Ensemblemitglied das Staatstheater Hannover. Früh begann er, sich neben dem Schauspiel auch dem Inszenieren und Schreiben zu widmen – eine Doppelbegabung, die seine Arbeiten bis heute auszeichnet.
Mit über 120 Inszenierungen zählt Bodinus zu den profiliertesten Regisseuren im deutschsprachigen Raum. Seine modernen Bearbeitungen klassischer Komödien und Kriminalstücke verbinden präzises Handwerk mit zeitgemäßem Humor und großer Liebe zum Ensemble. Produktionen wie Die Mausefalle begeisterten Publikum und Kritik – zuletzt sogar im Londoner West End.
Seit 2015 ist Jan Bodinus Intendant der Schlossfestspiele Neersen, Nordrhein-Westfalens größtem klassischem Freilichtfestival. Parallel arbeitet er erfolgreich als Bühnenautor; seine Bearbeitungen und Stücke werden im gesamten deutschsprachigen Raum gespielt.
Für Mensch Läppli bringt Bodinus genau jene Haltung mit, die diesen Stoff lebendig hält: Respekt vor der Figur, feines Gespür für Komik und ein tiefes Verständnis dafür, dass hinter jedem Lachen auch Menschlichkeit steckt.
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Simon Keller ist freischaffender Schauspieler, Regisseur und Autor. Nach seiner dreijährigen Schauspielausbildung führten ihn erste Engagements an das Bernhardtheater sowie das Hechtplatztheater in
Zürich und auf Tournee mit den Tösstaler Marionetten.
Neben seiner Tätigkeit als Schauspieler ist er seit 2018 auch als Regisseur an verschiedenen Theaterhäusern tätig und engagiert sich in der Nachwuchsförderung als Dozent an mehreren Schauspielschulen. Seine besondere Leidenschaft gilt dem Kinder- und Jugendtheater, in dem er in unterschiedlichen Funktionen wirkt.
Zuletzt inszenierte er Produktionen wie Die lieben Eltern, Regen – eine Liebeserklärung und Eine geniale Idee. Zudem stand er gemeinsam mit Rolf Knie in Charleys Tante auf der Bühne. Als Nächstes realisiert er die Inszenierung Spind‘l … Spich‘r – Still‘ am Chössitheater Lichtensteig und ist im Stück Vier werden Eltern der Shake Company zu sehen.
Ab Sommer 2026 übernimmt Simon Keller die künstlerische Leitung der Kammerspiele Seeb in Bachenbülach.
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Als Tochter des legendären Alfred Rasser (HD-Soldat-Läppli) war Sabina Rassers Weg zur Bühne vorgezeichnet.
Schon mit 9 Jahren stand sie bei den Dreharbeiten für den HD-Läppli Film mit ihrer jüngeren Schwester Brigitte vor der Kamera im «Käslädeli» von Frau Müller!
Von 1968 bis 1985 war sie Schauspielerin und Texterin im Basler Fauteuil-Theater. Sie schrieb und spielte literarisch-satirische Kabarettprogramme. Es folgten Tourneen, TV-und Radioauftritte. 1986 wurde sie mit dem Salzburger Stier ausgezeichnet und ging anschliessend mit Ruedi Walter 2 Jahre mit dem bekannten Theaterstück «Drei Männer im Schnee» auf Schweizer Tournee.
Sie schrieb Märchenhörspiele, leitete ihr selbstkreiertes Märchentheater «Fidibus» und ging damit für 28 Jahre auf Schweizer Tournee.
Sie schreibt Poesie und Kinderbücher, hält Vorträge über Selbsterfahrung als kreative Lebensinspiration.
2024 begann für Sabina das grosse Läppli Abenteuer!
Stimme Gottes: Marco Rima
Musik: Maja und Carlo Brunner
Bühnenbild: Peter Affentranger
Fotos: René Tanner
Grafik: Nikola Sprung
Produktion: Furler Productions

